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1990

Besuch aus Halle-Neustadt von der Dr.-Salvador-Allende-Oberschule

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands im Jahre 1989 war das Interesse der Westler und der Ostler groß, die Verhältnisse im jeweils anderen Landesteil kennen zu lernen. So kam es, dass im Sommer 1990 Lehrerkollegen der Dr.-Salvador-Allende-Oberschule aus Halle-Neustadt, von der Stadt Ingolstadt eingeladen, mehrere Ingolstädter Schulen besuchten, um  sich über die westlichen, und ganz speziell die bayerischen Schulverhältnisse zu informieren.

 Halle  Nach der üblichen Begrüßungszeremonie und dem Austausch von Geschenken kam man sich bei einer zünftigen bayerischen Brotzeit bald näher und es kam zu einem fruchtbaren Gedankenaustausch über die Schulsituation hüben und drüben
 Halle  Der Schulleiter der Schule aus Halle-Neustadt lud nun auch seinerseits eine Lehrervertretung unserer Schule für den Oktober zu einem Gegenbesuch nach Halle-Neustadt ein.
 Halle  Daraus wurde aber leider nichts, da es dort nur private Unterbringungsmöglichkeiten gegeben hätte und auch weil die Schulleitung der dortigen Schule „im Zuge der Demokratisierung des Bildungswesens“ in den neuen Bundesländern ausgewechselt wurde

Oktober 1999

Schulsozialarbeit – Hebauf- und Eröffnungsfeier für „Cafe Herschel“

Schulsozialarbeit an der Herschelschule – Hebauf und Eröffnung von „Cafe Herschel“

Das Piusviertel ist geprägt von Hochhäusern und Wohnblöcken. Da bleibt für die Kinder und Jugendlichen wenig Raum, sich nach der Schule beim Sport auszutoben oder sonst etwas zu unternehmen. Kein Wunder, dass es deshalb immer wieder zu Konflikten mit Nachbarn und Mitbewohnern kommt. Vielfach arbeiten auch beide Elternteile, und so fehlt den Jugendlichen oftmals ein Ansprechpartner. Viele treiben sich deshalb lieber auf der Straße herum, als allein zu Hause zu sitzen.

 

Seit Oktober 1999 kümmert sich die Sozialarbeiterin Silvia Kopp um die Jugendlichen an der Herschelschule. Sie hat in Regensburg zwei Jahre Lehramt für Hauptschule und Sozialpädagogik studiert und ist Mutter einer Tochter.

Sie möchte Hürden für die Jugendlichen wegnehmen, ihre Eigeninitiative fördern, zu einem freundschaftlichen und verständnisvollen Umgang der Jugendlichen untereinander beitragen und mit Freizeitangeboten Schwung und Leben in die Schule bringen.

Silvia Kopp kooperiert dabei eng mit Lehrerschaft und Schulleitung. Sie betont: Nur gemeinsam lässt sich etwas erreichen.

Am Vormittag ist sie meist in ihrem Büro in der Schule erreichbar. Nach Rücksprache mit dem Lehrer können sie in dieser Zeit Schüler aufsuchen, wenn sie Probleme mit ihr besprechen wollen. Am Nachmittag ist die Cafeteria im Erdgeschoss, die Schüler mit Sofas eingerichtet und bunt dekoriert haben, Treffpunkt. Viele Jugendliche schauen hier regelmäßig vorbei.

Die Cafeteria ist aber zu klein und nur eine Übergangslösung – ein größeres und  praktischeres Domizil für die Jugendlichen ist bereits am Rande des Schulsportgeländes im Bau: Es wird aus vier Containern bestehen, die von einem gemeinsamen Dach mit weitem Vordach überdeckt sind, so dass auch im Freien eine gute Sitzmöglichkeit besteht. Ende Oktober fand bereits die Hebauffeier statt und im Frühjahr 2000 wird das „Cafe Herschel“ bezogen werden können.