Autor: leroy

8cM und 8dM besuchen die Firma Kessel

Am 14.07.2022 haben die Klassen 8dM und 8cM die Kessel AG in Lenting erkundet. Wir sollten sehen, dass es auch andere große Firmen mit kaufmännischen und handwerklichen Berufen gibt.

Zwei Auszubildende informierten uns am Anfang mit einer Präsentation über die Firma. Danach haben uns drei Auszubildende durch die Firma geführt. Dabei konnten wir vor allem die Produktion und das Lager erkunden.

Am Ende bekamen wir noch ein Eis und eine Tüte mit Kleinigkeiten, wie z.B. eine Sonnenbrille und einen Meterstab mit dem Logo der Firma.

Kinder lernen in der Gemüseackerdemie

Die AOK fördert innovatives Schulprogramm.

(ir) Woher kommen eigentlich unsere Lebensmittel? Was braucht es, damit Karotten, Kartoffeln und Kohl wachsen? Hier kann die GemüseAckerdemie praktische Antworten liefern.

Die Schülerinnen und Schüler der Sir- William-Herschel-Mittelschule bewirtschaften dabei ihr eigenes Feld und bauen dort von April 2021 bis Oktober 2021 über 25 verschiedene Gemüsearten an. Ziel dabei ist, den Kindern Natur, Lebensmittel und gesunde Ernährung nahezubringen.
Die Kinder lernen die gesamte Wertschöpfungskette der Lebensmittelproduktion kennen. Die Mädchen und Buben pflanzen, pflegen und ernten das Gemüse nicht nur, sondern vermarkten und verarbeiten es auch. Die Kinder erleben damit unmittelbar, wie schmackhaft und gesund frisches Gemüse ist. Betreut wird die Sir-William-Herschel-Mittelschule von Arnulf Koch von Ackerdemia e.V.:
„Wir schulen die Lehrerinnen und Lehrer intensiv und unterstützen sie über die komplette Ackersaison. Zusätzlich stellen wir umfangreiches Bildungsmaterial für den Unterricht zur Verfügung.“ Die sogenannten 20 Bildungsbausteine vermitteln Wissen rund um das praktische Ackern und weiterführende Themen der Nachhaltigkeit. Ein Baustein behandelt beispielsweise die Wachstumsphasen zwischen Aussaat und Ernte. Nach der Aussaat passiert die ersten Tage nur unterirdisch etwas. Aber auch das untersuchen und beobachten die Kinder.
Die GemüseAckerdemie ist ein Ernährungs- und Gesundheitsbildungsprogramm für Grund- und weiterführende Schulen der 3. bis 8. Jahrgangsstufe. Es hat zum Ziel, den Schülerinnen und Schülern Wertschätzung für Natur und Lebensmittel sowie Wissen über gesunde Ernährung zu vermitteln. Die AOK unterstützt die Umsetzung des mehrfach ausgezeichneten Schulprogramms des gemeinnützigen Vereins Ackerdemia e.V. finanziell, der Schule entstehen keine Kosten.

Voll Normal – Film

„Voll Normal“ – so heißt der Film, der im Rahmen der Literaturtage Ingolstadt von der Ganztagesklasse 5g

gemeinsam mit der Drehbuchautorin Sabine Brodersen (Drehbuch und Schnitt) und Thomas Klement (Kamera und Schnitt) erstellt wurde.

Premiere ist am Donnerstag, den 7. Mai 2009 um 18.00 Uhr in der Harderbastei, Oberer Graben 55

Der Eintritt ist frei.  Weitere Infos hier!

Oktober 1999

Schulsozialarbeit – Hebauf- und Eröffnungsfeier für „Cafe Herschel“

Schulsozialarbeit an der Herschelschule – Hebauf und Eröffnung von „Cafe Herschel“

Das Piusviertel ist geprägt von Hochhäusern und Wohnblöcken. Da bleibt für die Kinder und Jugendlichen wenig Raum, sich nach der Schule beim Sport auszutoben oder sonst etwas zu unternehmen. Kein Wunder, dass es deshalb immer wieder zu Konflikten mit Nachbarn und Mitbewohnern kommt. Vielfach arbeiten auch beide Elternteile, und so fehlt den Jugendlichen oftmals ein Ansprechpartner. Viele treiben sich deshalb lieber auf der Straße herum, als allein zu Hause zu sitzen.

 

Seit Oktober 1999 kümmert sich die Sozialarbeiterin Silvia Kopp um die Jugendlichen an der Herschelschule. Sie hat in Regensburg zwei Jahre Lehramt für Hauptschule und Sozialpädagogik studiert und ist Mutter einer Tochter.

Sie möchte Hürden für die Jugendlichen wegnehmen, ihre Eigeninitiative fördern, zu einem freundschaftlichen und verständnisvollen Umgang der Jugendlichen untereinander beitragen und mit Freizeitangeboten Schwung und Leben in die Schule bringen.

Silvia Kopp kooperiert dabei eng mit Lehrerschaft und Schulleitung. Sie betont: Nur gemeinsam lässt sich etwas erreichen.

Am Vormittag ist sie meist in ihrem Büro in der Schule erreichbar. Nach Rücksprache mit dem Lehrer können sie in dieser Zeit Schüler aufsuchen, wenn sie Probleme mit ihr besprechen wollen. Am Nachmittag ist die Cafeteria im Erdgeschoss, die Schüler mit Sofas eingerichtet und bunt dekoriert haben, Treffpunkt. Viele Jugendliche schauen hier regelmäßig vorbei.

Die Cafeteria ist aber zu klein und nur eine Übergangslösung – ein größeres und  praktischeres Domizil für die Jugendlichen ist bereits am Rande des Schulsportgeländes im Bau: Es wird aus vier Containern bestehen, die von einem gemeinsamen Dach mit weitem Vordach überdeckt sind, so dass auch im Freien eine gute Sitzmöglichkeit besteht. Ende Oktober fand bereits die Hebauffeier statt und im Frühjahr 2000 wird das „Cafe Herschel“ bezogen werden können.

Januar 1989

Immer mehr Aussiedlerkinder auch an unserer Schule

Da fragen alle mich: Woher kommst?

„Da hat die Lehrerin einen Buben mitgebracht. Den kannte keiner, und der konnte kein Deutsch. Die anderen haben nicht mit ihm gespielt. Sie haben ihn abgeschoben, und er war traurig und einsam.“

 

So klingt das, wenn die Mädchen und Buben der Klasse 5c in der Hauptschule an der Herschelstraße die Lesebuchgeschichte von Mustafa nacherzählen. Für die 23 Kinder ist das nicht nur irgendeine Geschichte. Sie haben in diesem Schuljahr selber schon dreimal erlebt, dass ihre Lehrerin Helga Schäffer ein fremdes Kind mitgebracht hat: Erst kam Thomas, dann Paul und schließlich Evelina; drei von vielen Aussiedlerkindern, die in Ingolstadt in die Schule gehen – und es werden immer mehr.

Auf der Tafel, die Frau Schäffer gerade aufklappt, da wächst ein Kreidebaum mit vielen bunten Blättern. Für jedes Kind in der Klasse eines. „Warum haben die Blätter verschiedene Farben?“ will die Lehrerin wissen. „Vielleicht sind die gelben Blätter für die Aussiedlerkinder, die lilanen für die Kinder, die eine andere Staatsangehörigkeit haben, und die blauen für die deutschen Kinder.“ Simone hat richtig geraten. „Aber ich bin doch auch deutsch“, protestiert da Annemarie, eines der Aussiedlerkinder.

Verwirrend ist das schon, aber die Klasse 5c ist eben ein buntes Häuflein: Sieben ausländische Kinder, zehn Ingolstädter und sieben Aussiedlerkinder. In anderen Ingolstädter Klassenzimmern sieht es ähnlich aus.
Donaukurier vom 17. Jan. 1989 (in Auszügen)

Was geschieht nun mit Kindern, die kaum oder gar nicht Deutsch sprechen?

Da gibt es über die Schulen der Stadt verstreut zunächst so genannte Übergangsklassen. In diesen Klassen erhalten Aussiedlerkinder ohne Deutschkenntnisse ganz gezielt und im großen Umfang Unterricht zum Erlernen der deutschen Sprache. Nach etwa einem Jahr, wenn sie genügend Deutsch können, werden sie in die entsprechende Regelklasse ihrer Schule eingewiesen.

Dort erhalten sie dann meist noch Intensivunterricht in deutscher Sprache, eine weitere Lernhilfe: Während die Klasse normalen Unterricht hat, gehen all die Kinder, die auf Grund ihrer mangelnden Deutschkenntnisse dem Unterricht nur ungenügend folgen können, in einen Spezialunterricht, der bis zu zehn Schulstunden in der Woche umfasst.
Wie an den meisten Schulen ist es auch an unserer Schule die Förderlehrerin, Frau Leipziger, die diesen Intensivkurs betreut.

Mai 1989

Über die Praxis zur Theorie – Konzept für die Schule an der Herschelstraße

Was der Stadtrat heute beschließen wird, dürfte weit reichende Folgen für die kommende Generation eines ganzen Ingolstädter Stadtteils haben: An Stelle des früher geplanten Schulzentrums Nordwest auf der grünen Wiese soll die bestehende Schulanlage an der Herschelstraße  als Hauptschule ausgebaut werden. Doch nicht nur das. An der Herschelstraße solle eine modellhafte Einrichtung nach den pädagogischen Ideen Georg Kerschensteiners (1854-1932) entstehen, das heißt, eine Unterrichtsstätte, die sich ganz auf das praktische Lernen konzentriert. Zusätzlich sind für junge und erwachsene Bürger des Piusviertels eine Stadtteilbücherei und ein Veranstaltungsraum für Theater, Vorträge, Konzerte und Filme im Gespräch.

Der Schüler soll über das handelnde Tun zum abstrakten Denken kommen. Seine Entwicklung führt vom praktischen zum theoretischen Interesse. Ein praxis- und berufsbezogenes Lernen im Sinne der Arbeitschule nach Georg Kerschensteiner verlangt Räumlichkeiten, die dieses Lernen ermöglichen. Dazu gehören Werkstätten für die Bereiche Holz-, Metall- und Textilverarbeitung, eine Küche, Experimentierräume für Physik, Chemie und Biologie, Räume für Kunst und Musik, ein Raum für Hauswirtschaft.

Die Situation der Hauptschüler im Sprengel Herschelstraße  ist im städtischen Vergleich von besonderen sozialen Gegebenheiten geprägt. Der Anteil von Schülern mit berufstätigen und allein erziehenden Elternteilen liegt derzeit bei rund 11 Prozent; bei rund 43 Prozent der Schüler sind beide Elternteile berufstätig. Für einen erheblichen Teil der Schüler bedeutet dies, dass sie am Nachmittag sich selbst überlassen bleiben. Angesichts dieser Entwicklung hat die Hauptschule die Aufgabe, zunehmend auch zu einem Ort der Begegnung und der Betreuung dieser Schüler zu werden.

1972/1973

615 Schüler in 17 Klassen werden von 28 Lehrern unterrichtet

Im September 1972 nahm die Hauptschule an der Herschelstraße ihren vollen Betrieb auf. 615 Schüler bezogen die neue Schule. Sie verteilten sich auf 17 Klassen. Auf eine Klasse trafen somit 36 Schüler – eine Situation, die damals für eine Stadtschule normal war. Damit stieß die Schule bereits an das Limit ihrer Aufnahmefähigkeit. Nur ein Klassenzimmer war noch frei und das wurde für den Schreibmaschinenunterricht benötigt.

Die 615 Schüler wurden von insgesamt 28 Lehrkräften unterrichtet. Schulleiter war Rektor Ludwig Kaufmann.

Die Lehrkräfte der sog. ersten Stunde waren:

Klassenleiter: Bernecker Franz, Frey Anita, Glasow Rainer, LAA , Kaufmann Ludwig, Rektor, Lachotta Hildegard, Lieber Heinrich,Penzkofer Viktoria, Pils Johann, Schäffer Jürgen, Schnitzelbaumer E., LAA, Sitter Ingrid, LAA,Thaller Felix, Trautner Ute, Weisz Horst, Zarda Gertha, Zeis Karl, Zuleger Waltraud

Fachlehrer: Bensch Helga, Ellinger Elfriede, Klapper Erna, Wagner Ingeborg, Weigandt Peter

Religionslehrer: Eisenrieder Helmut, Hackner Reinhold, Hirse Helga, Förster Ludwig, Schramm Edeltraud

Dez 1977

Ingolstädter Anzeiger: Schulhaus-Neubau bald eine Ruine?

Der „Ingolstädter Anzeiger“ vom 15/16. Dez. 1977 schreibt:

Fünf Jahre nach ihrer Fertigstellung gibt die Schule an der Herschelstraße bereits ernsthafte Probleme auf. Das 6,2 Millionen teure, aus Fertigteilen erstellte Bauwerk ist an manchen Stellen von Rissen und teilweise sogar klaffenden Spalten im Fugwerk durchsetzt. Viele Eltern sind empört und fürchten um die Gesundheit ihrer Kinder; die Schulleitung hingegen misst dem Ganzen nur geringe Bedeutung bei. Anders hingegen reagieren Baufachleute, die den Zustand des Gebäudes mit Sorge betrachten. Mit allen Mitteln soll nun versucht werden, dem Schulhaus das Schicksal einer Neubau-Ruine zu ersparen.

Des Weiteren berichtete der „Ingolstädter Anzeiger“ auch von klaffenden, oft fingerdicken Hohlräumen zwischen den Betonteilen und sogar von durch die Absenkung des Untergrundes verschobenen Elementen. Man vermutete, dass sich der Untergrund um bis zu 20 cm abgesenkt haben könnte. Und Skeptiker befürchteten, dass komplette tragende Wände und Decken wieder abgetragen werden müssten, um das Fundament und die Verankerung festigen zu können.

Die ganze Aufregung erwies sich jedoch als Sturm im Wasserglas.

Was war nun wirklich passiert? Die zwischen die tragenden Betonfertigteile eingezogenen Wandteile aus Kalksandstein waren im Laufe der Jahre ausgetrocknet und damit geschwunden. Dadurch waren Risse und Fugen an Wänden und Türen entstanden, die ohne großen Aufwand mit Fugenmörtel geschlossen werden konnten. 22 Jahre nach dem Vorfall steht die Schule immer noch unverrückbar fest auf ihrem Fundament – man hatte aus einer Mücke einen Elefanten gemacht. Aber im Nachhinein ist man bekanntlich immer gescheiter.