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Mai 1971

Stadtrat vergibt den Auftrag für die neue Schule im Nordwesten

Neue Grundschule im Nordwesten
Stadtrat vergab den Bau für rund 3,8 Millionen DM

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Die Volksschule an der Herschelstraße im Nordwesten der Stadt, eine 18-klassige Grundschule mit Turnhalle wird von der Firma Röß, Ingolstadt, gebaut werden. Der Stadtrat beschloss die Vergabe zum Festpreis von rund 3,8 Millionen DM unter der Voraussetzung, dass die Firma Röß einer vertraglichen Vereinbarung zustimmt, die u. a. die Fertigstellung der Schule bis zum 1. Juni 1972 garantiert. Der Termin muss eingehalten werden, weil die Schule zum Schuljahresbeginn im September kommenden Jahres bezogen werden soll. Käme die Vereinbarung zwischen der Stadt und der Firma Röß nicht zustande, müsste der Stadtrat bald zu einer Sondersitzung einberufen werden, um die Vergabe des Schulbaues erneut zu erörtern und zu beschließen.

Um den Bau, der in Fertigteilen erstellt wird, hatten sich außer der Firma Röß noch vier Unternehmen beworben: zwei aus München, ein Augsburger und noch eine Ingolstädter Baufirma. Die Ausschreibung war an sieben Firmen gegangen.

In der Stadtratssitzung waren zunächst noch die Reklamation eines Mitbewerbers um den Schulhausbau zu behandeln und eine Preisdifferenz von rund 400 000 DM zu klären. Die Gesamtkosten der Schule einschließlich Grundstück, Erschließung, Einrichtung usw. werden auf knapp 6,1 Millionen DM geschätzt.

März 1971

Stadtratsbeschluss: eine zweite Schule im Nordwesten muss her

Eine neue Schule im Nordwesten muss her!
Stadtratsbeschluss
März 1971

Die 1965 dem Unterrichtsbetrieb übergebene Schulanlage an der Ungernederstraße fand im Januar 1967 mit der Fertigstellung des Sportbaus, der zwei Turnhallen und ein Lehrschwimmbecken enthält und rund 1,3 Millionen DM erforderte, ihren Abschluss.
Um diese Zeit stellte sich schon heraus, dass die 35 Klassenräume nicht mehr ausreichten; denn die Schülerzahlen im dicht besiedelten Nordwestviertel wuchsen im Vergleich zu den anderen Stadtvierteln am stärksten. Im Jahre 1970 hatten bereits vier Klassen Wechselunterricht, im Jahr darauf würden es schon acht Klassen sein, wie Schulrat Weber vor dem Kultur- und Schulausschuss berichtete.

Forderungen nach einem Erweiterungsbau wurden laut. Man musste sich jedoch überzeugen lassen, dass die Errichtung einer weiteren Volksschule für den Nordwesten vorteilhafter sei als der weitere Ausbau der an sich schon großzügig konzipierten Schulanlage zu einer Mammutschule.

Im März 1971 beschloss der Stadtrat, an der Herschelstraße eine 18-klassige Grundschule mit Turnhalle und in baulichem Zusammenhang dazu eine Kindertagesstätte zu errichten:
Die vorgesehene Konstruktion mit Fertigteilen soll garantieren, dass die Anlage zu Beginn des Schuljahres 1972/73 bezugsfertig ist. Die Baukosten belaufen sich auf 3,8 Millionen Mark; die Gesamtkosten einschließlich Grunderwerb, Erschließung, Einrichtung usw. werden auf rund 6 Millionen DM geschätzt.