Autor: johannes (Seite 14 von 15)

1998

Schülerzeitung „Der kleine Herschel“ sichert sich den 1. Platz

„Der kleine Herschel“ auf Platz 1 – Ausgabe 1997/98

 Eine Jury der Regierung von Oberbayern hat die Zeitung „Der kleine Herschel“ zur besten Volkschulzeitung 1997/98 gewählt. Das 80 Seiten starke Heft mit dem hellblauen Deckblatt stach 31 Schülerzeitungen aus. Das freute nicht nur die Schülerinnen und Schüler der Redaktion und ihren Redaktionsleiter, Lehrer Thomas Klement – die ganze Schule war stolz auf die Auszeichnung.

Was aber hatte wohl den Ausschlag für den 1. Platz gegeben? Das könnte nach Meinung von Thomas Klement wohl die Foto-Lovestory „Verbotene Liebe“ gewesen sein, die sich einige Schülerinnen und Schüler selbst ausgedacht und auch das Drehbuch dazu geschrieben haben. Es geht dabei um die erste Liebe von zwei 15-Jährigen, die sich auf dem Pausehof Händchen haltend anhimmeln und sich auch bei dem anstehenden Ärger mit den Eltern beschützen und fest zusammenhalten.

Einmal im Jahr erscheint die Schülerzeitung. Etwa zehn Jugendliche arbeiten in der Redaktion. Jede Woche ist Konferenz: Die Schüler sammeln Ideen, besprechen Artikel, schauen Texte und Zeichnungen von Mitschülerinnen und Mitschülern durch, machen sich Gedanken über das Layout und klappern Geschäfte ab, um Anzeigen zu verkaufen.

 

Warum ist „Der kleine Herschel“ so beliebt bei den Herschelschülern?

Wohl deshalb, weil  er die Interessen und die Probleme der Jugend im Piusviertel widerspiegelt: Freundschaft, Clique, erste Liebe, Freizeit, Herkunftsland und Eingewöhnung. Eine albanisch stämmige Schülerin schreibt z. B. über die Miss Kosovo, die in einer albanischen Popband singt und auch in Deutschland auftrat. Ein Schüler aus der Parallelklasse berichtet Interessantes über den Schulalltag in Russland und wieder ein anderer stellt das Energiesparprojekt der Schule vor. Des Weiteren finden sich in der Zeitung Artikel und Fotos von Sportwettkämpfen, einer Klassenfahrt nach Carrara und nicht zuletzt Fotos von allen Klassen mit den Namen der einzelnen Schüler.  Mit Zeichnungen, Interviews und Witzen lockern die jüngeren Schüler das Heft auf.

„Der kleine Herschel“ nach der Preisverleihung bei der Regierung von Oberbayern

Juli 1999

Rektor Kopp, Sekretärin Jost und Hausmeister Freihart werden in den Ruhestand verabschiedet. Rektor Jehn übernimmt die Schulleitung.

Großer Wechsel an der HSH – Verabschiedung und Begrüßung

Am Ende des Schuljahres 1998/99 fand an der Hauptschule an der Herschelstraße ein großes Stühlerücken statt:  Rektor Werner Kopp, die Sekretärin Regina Jost und der Hausmeister Erwin Freihardt wurden in den Ruhestand verabschiedet. Von Schulleitung und Schulhausverwaltung hielt damit nur noch Konrektor Michael Schels die Stellung.

 

Mit Beginn des neuen Schuljahrs 1999/2000 wurden bereits alle frei gewordenen Stellen neu besetzt: Rektor Georg Jehn übernahm die Schulleitung, als Sekretärin wurde Brigitte Beck eingestellt und das Ehepaar Werth übernahm die Hausverwaltung.

   

Rektor Werner Kopp hatte zu Schuljahresbeginn 1981 Rektor Ludwig Kaufmann in der Schulleitung abgelöst. Um der besonderen Situation im Piusviertel gerecht zu werden, drängte er von Anfang an auf eine Verbesserung im schulischen Bereich – das so genannte Kerschensteiner-Schulmodell wurde initiiert. Dessen Motto heißt: Den Schüler über praktisches Tun zu abstraktem Denken führen.

   

In seiner Ägide erfolgte außerdem die Schulhauserweiterung Süd und, was ihm besonders am Herzen lag, die Einführung der Schulsozialarbeit, geleitet von der Sozialpädagogin Silvia Kopp.

   

Rektor Georg Jehn, der sozusagen im fliegenden Wechsel die Schulleitung von Rektor Werner Kopp übernommen hat, war zuvor, wie bereits sein Vorgänger, Rektor an der Pestalozzistraße. In Anbetracht der anstehenden Baumaßnahmen (Kerschensteiner-Haus) und der damit verbundenen pädagogischen und didaktischen Neuerungen sah er es als eine Herausforderung an, sein organisatorisches und pädagogisches Geschick und seine beruflichen Erfahrungen in den Dienst der Herschelsschule zu stellen.

September 1999

Hauptschulreform: M-Klasse und Praxisklasse halten Einzug

Die M-Klassen dürfen Schüler besuchen, wenn sie im Zwischenzeugnis der 6. Klasse in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik mindestens einen Notendurchschnitt von 2,33 erreichen. Liegt der Notendurchschnitt bei 2,66 oder schlechter, kann die Lehrerkonferenz den Zugang gestatten, wenn der Besuch der M-Klassen Erfolg versprechend erscheint und die Eltern dies wünschen. Der Übertritt aus höheren Klassen in eine M-Klasse setzt einen Notendurchschnitt von 2,00 voraus. Die Inhalte des Lehrplans einer M-Klasse entsprechen denen des regulären Lehrplans der gleichen Jahrgangsstufe, aber die Ansprüche sind in allen Fächern höher.

Die Praxisklasse ist für die Schüler gedacht, die auf Grund einer Lernschwäche oder sonstiger Schwierigkeiten über den Besuch der Regelklasse keine Chance hätten, einen erfolgreichen Hauptschulabschluss zu erreichen. Sie bekommen neben theoretischem Unterricht verstärkt die Möglichkeit, Praktika zu absolvieren, wobei sie ihr handwerkliches Geschick schulen und praktische Erfahrungen in Betrieben sammeln können. Auf diese Weise sollen sie schon vor Schulabschluss an das Berufsleben herangeführt werden.

1981

Wechsel in der Schulleitung  Herr Kaufmann geht – Herr Kopp kommt

Kaufmann
Herr Ludwig Kaufmann, Gründungsrektor der Hauptschule an der Herschelstraße, leitete von 1972 an seine Schule mit ruhiger, aber konsequenter Hand und prägte sie ganz entscheidend. Im Alter von 65 Jahren trat er mit Ablauf des Schuljahres 1980/81 in den Ruhestand.
kopp
Seine Nachfolge trat mit Beginn des Schuljahres 1981/82 Herr Rektor Werner Kopp an, der vorher die Hauptschule an der Pestalozzistraße geleitet hatte. Mit Elan stürzte er sich in die Arbeit und verstand es, auf seine temperamentvolle Art und mit pädagogischem Fingerspitzengefühl der Hauptschule an der Herschelstraße nunmehr seinen ganz persönlichen Stempel aufzuprägen.

Das Lehrerkollegium 1981/82 (nach dem Alphabet):

Lehrer: Bernecker Franz, Bierler Doris, Binner Hans-Dieter, Braun Anna, Braun Konrad, Glasow Rainer, Kaufmann Ludwig, Kopp Elisabeth, Markert Beate, Mühlberger Annegret, Ortler Reinhard, Pils Johann, Polzer Helga Sacher Erna, Schäffer Helga, Schäffer Jürgen, Schanzenbach Herbert, Schwartz Ingrid, Stäber Heidrun, Stephan Werner, Thaller Felix, Weiß Ursula, Zeller Eduard, Wittmann Irmgard

Fachlehrer: Büchl Anna, Frank Amalie, Kapfer Werner, Wagner Ingeborg, Weigandt Peter,

Religionslehrer: Thie Uwe, Schramm Edeltraut

Lehrer 1981

 

1982

Feier zum 10-jährigen Bestehen der Hauptschule a. d. Herschelstraße

Im Sommer 1982 feierte die Hauptschule an der Herschelstraße ihr 10-jähriges Bestehen.
Nach den obligatorischen Reden zeigten Lehrer und Schüler im Rahmen der offenen Schultür den Gästen ihre Schule und präsentierten Arbeiten aus Handarbeit, Kunsterziehung und Werken. Spiel und Spaß kamen ebenfalls nicht zu kurz.  Für Schwung und gute Laune sorgte die Lehrerband, und gar mancher ließ sich zu einem Tänzchen hinreißen.
Herr Rektor Kopp konnte in der Feierstunde im Forum als Ehrengäste die Geistlichen beider Konfessionen, den Elternbeirat, den Schulamtsdirektor und insbesondere den Oberbürgermeister Peter Schnell begrüßen.
 Der Elternbeirat sorgte für Speis’ und Trank, und so feierten Schüler, Lehrer, Eltern und Gäste bis in den Abend hinein bei herrlichem, warmem Wetter im Freien.

1983

Landesmeister in Basketball und Stadtmeister in Fußball

Basketball

Ob im Turnen bei Hallensportfesten oder in Leichtathletik im Stadion, die Schülerinnen und Schüler der Hauptschule an der Herschelsstraße lagen stets mit auf den vorderen Plätzen und heimsten zahlreiche Urkunden und Pokale ein.

Besonders erfolgreich aber waren sie im Jahr 1983. Die Basketballmannschaft der HSH wurde bei den Mannschaftswettkämpfen der bayerischen Schulen oberbayerischer Meister. Sportlehrer Peter Weigandt hatte die 15 Burschen erfolgreich trainiert. Mit einer Ingolstädter Plakette belohnte Bürgermeister Paul Wegmann die Sieger.

Die beste Basketballmannschaft aus den bayerischen Grund- und Hauptschulen in der Jahrgangsstufe 1968 bis 1972 kommt aus der Volksschule an der Herschelstraße. Beim gestrigen Landesfinale im Schulzentrum “Ochsenschlacht“ besiegte die Mannschaft von Sportlehrer Peter Weigandt die Vertretung der Hauptschule Neustadt/Aisch. Nur zum Bundesfinale nach Berlin dürfen die Ingolstädter nicht fahren: Das Entscheidungsspiel gegen die gleichaltrigen Buben der weiterführenden Schulen und Gesamtschulen verloren sie gegen die Gesamtschule Fürth nach einer kurzen Führung doch noch deutlich mit 19:65.

Donaukurier (22. März 1983)

Fußball

Spannend bis zur letzten Minute blieben die Fußballspiele um die Stadtmeisterschaft der Volksschulmannschaften der 5. und 6. sowie der 7. bis 9. Klassen.

Schließlich triumphierten jedoch in beiden Spielklassen die Mannschaften der Hauptschule an der Herschelstraße, die nach spannendem Kampf den begehrten Wanderpokal aus der Hand von Bürgermeister Wegmann entgegennehmen konnten.

Donaukurier (8. Juli 1983)

1988

Herschelschüler in Carrara Herbst 1988

Als Dank für die Betreuung zweier italienischer Schulklassen, die im April für eine Woche in Ingolstadt zu Gast waren, traten die Klassen 8a und 9a der Hauptschule an der Herschelstraße einen Gegenbesuch in der Partnerstadt Carrara an. Sechs Tage waren veranschlagt, um ein reichhaltiges Programm erleben und die Kontakte zu den italienischen Schülern erneuern zu können.

 

 

 

 

 

 

Da sich in Ingolstadt schon Freundschaften angebahnt hatten, war das Wiedersehen in der „Scuola media „Taliercio“  ein erster Höhepunkt der Reise. Sprachprobleme zwischen den Kindern gab es wenige. Wo die vorhandenen Englischkenntnisse oder die internationale Sprache „mit Händen und Füßen“ nicht ausreichten, konnten Schüler, die zweisprachig aufgewachsen sind, die Rolle des Dolmetschers übernehmen. Die Partnerklassen begleiteten die Ingolstädter Hauptschüler bei fast allen Unternehmungen des vielseitigen Programms. So nahmen sie zum Beispiel an der Besichtigung von Carrara teil oder erlebten die Bootfahrt von der Küstenstadt Lerici zu dem auf einer Halbinsel liegenden malerischen Ort Portovenere mit. Ein Besuch der Marmorbrüche von Carrara durfte natürlich auch nicht fehlen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit besonderer Vorfreude und Neugier hatten alle Teilnehmer dem Besuch von Pisa entgegengesehen: Tatsächlich übertraf der Anblick des Schiefen Turmes dann alle Erwartungen. Zum Gelingen dieser Studienreise trug das sommerliche Mittelmeerwetter ebenso bei wie die gute italienische Küche und die Unterbringung in einem strandnahen Hotel.

DEZ 1972

Einweihung der Hauptschule a. d. Herschelstraße

Einweihungsfeier an der Herschelstraße

1. Dezember 1972
In der Volksschule an der Herschelstraße wird zwar seit Mitte Juli unterrichtet, gefeiert wurde der Neubau jedoch erst gestern mit der kirchlichen Weihe durch Domkapitular Schuster, Eichstätt, und den evangelischen Dekan Munzer sowie zahlreichen Ansprachen.
Die Aufmerksamkeit galt einem Novum im Ingolstädter Schulbau und einem geglückten Versuch gleichzeitig: Die Schule wurde in Rekordzeit aus Fertigteilen gebaut. Im März 1971 beschloss der Stadtrat den Bau, im September wurde bereits mit den Arbeiten begonnen, zwei Monate später war der Rohbau fertig, und heuer im Juli konnte die Hauptschule von der Ungernederstraße  in die „Schule aus dem Baukasten“ an der Herschelstraße umziehen.

Verblüffend wie die Bauzeit sind auch die Kosten, die relativ niedrig gehalten werden konnten:

Grunderwerb und Erschließung: 1 500 000 DM

Baukosten:                   3 836 000 DM

Einrichtung:                    541 000 DM

Freizeitsportanlage:          115 000 DM

Außenanlagen:                 250 000 DM

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Gesamtkosten:               6 242 000 DM

Dafür entstanden 18 Klassenräume in einer überaus günstigen, zum Teil auch flexiblen Raumanordnung und Sonderräume für Werken, Naturlehre und Handarbeit. Dazu eine 648 Quadratmeter große Sporthalle, die sich in Turn- und Gymnastikraum teilen lässt. Vielseitig nutzbar ist auch das Schulforum. Obwohl in erster Linie als Pausenhalle gedacht, lässt sich dieser Raum auch für Veranstaltungen verschiedenster Art verwenden.

Beim Rundgang durch die Schule wurde dem Bauwerk viel Lob gezollt. Die Bauweise aus Fertigteilen hat sich bewährt, und es stimmt, wie Oberbürgermeister Peter Schnell sagte, dass hier das Rationelle durchaus auch architektonischen Ansprüchen Rechnung trägt.

Bei der Feierstunde, die Schülerinnen und Schüler mit Gesang und Musik auf Orff-Instrumenten umrahmten, betonte Domkapitular Schuster die Notwendigkeit einer im Glauben begründeten Erziehung. Dekan Munzer unterstrich, dass Bildung und Erziehung das Wohl der Gemeinschaft im Sinn zu haben hätten.  Namens der mit Planung und Bauleitung betraut gewesenen Architekten Elfinger und Zahn sowie Rausch und Zitzelsperger  sprach Werner Rausch. Er unterstrich, dass mit dieser Schule der Nachweis erbracht sei, dass Ingolstädter Architekten und Firmen in der Lage sind, in Fertigteilen nicht nur zweckmäßig, sondern auch schön zu bauen.

Für die Baufirma Rudolf Röß, die die Schule als Generalunternehmer ausführte, unterstrich Manfred Röß die Zweckmäßigkeit der Bauweise. Der OB stützte sich bei seinen Ausführungen im Wesentlichen auf eine illustrierte Druckschrift, die auch den Gästen an der Feier zu Verfügung stand. Namens der Regierung von Oberbayern beglückwünschte Regierungsschuldirektor Grill Stadt und Schule zu dem Neubau. Oberschulrat Weber betonte die Notwendigkeit der Zusammenarbeit zwischen Elternhaus, Schule und Kirche. Der Schulleiter, Rektor Kaufmann, dankte allen am Bau Beteiligten für das gelungene Werk.

Nach der Besichtigung des Hauses – hier gefiel sehr der farbige Wandschmuck, den Knut Schnurer entworfen und Herbert Geier ausgeführt hat – stärkte man sich bei Leberkäs, Semmeln, Brezn und Bier.

Donaukurier (2./3. Dez. 1972) in Auszügen

Juli 1972

Bezug der Schule: Als Grundschule vorgesehen – zur Hauptschule avanciert

Im März 1971 hatte der Stadtrat beschlossen, an der Herschelstraße eine 18-klassige Schule mit Turnhalle zu errichten. Die vorgesehene Konstruktion mit Fertigteilen sollte garantieren, dass die Anlage zu Beginn des Schuljahres 1972/73 voll für den Unterricht zur Verfügung steht. Tatsächlich erforderte das Projekt mit allen Eingabeplänen bis zur Fertigstellung nur ein Jahr Zeit.  Mit einem Gesamtkostenaufwand von 6,24 Millionen DM wurde die neue Schule in einer Rekordzeit von nur knapp 11 Monaten zur Entlastung der Schule an der Ungernederstraße (Piusschule) erbaut.

Bereits Mitte Juli 1972 wurden die 5., 6., 7. und 8. Klassen dorthin „ausgelagert“. Was zunächst nur ein Provisorium sein sollte, stellte sich nun geradezu als eine Ideallösung heraus: Die neue Schule an der Herschelstraße, als Grundschule konzipiert, war quasi über Nacht zur Hauptschule avanciert.

Die Vorteile dieser „Not“-Lösung waren so zahlreich, dass man sich fragte, warum man nicht von vorneherein diese Schule als Hauptschule geplant hatte.

1.   Da ist nun einmal der Schulweg: Von der östlichen Grenze des Schulsprengels, der etwa mit der Bahnlinie Nürnberg-Ingolstadt verläuft, haben jetzt nicht die kleinsten, sondern die schon geübteren, größeren Kinder den weiten Weg in die an der westlichen Grenze des Sprengels liegende neue Schule.

 

2.   In den um eine halbe Raumhöhe versetzten nördlichen Obergeschossen befinden sich zwei Mal fünf, im südlichen Flügel zwei Mal vier Klassenräume. So kann die Unterbringung der Klassen flurweise erfolgen: Im südlichen Flügel die vier 5. Klassen im ersten und die vier 6. Klassen im zweiten Stock; im nördlichen Flügel die vier 7. Klassen im ersten und die drei 8. sowie die zwei 9. Klassen im zweiten Obergeschoss.

 

3.   Die Lehrkräfte brauchen sich (damals wurde noch nicht nach Grundschullehrer und Hauptschullehrer unterschieden) in ihrer Erziehungs-Methodik, die naturgemäß  für die oberen Klassen anders geartet ist, nicht dauernd umzustellen, da nur Hauptschüler an der Schule sind.

 

Natürlich entsprach die Klassenstärke von durchschnittlich 35 Schülern noch nicht der Idealgröße. Eine Erweiterung der Schule nach Süden um je zwei Klassen je Geschoss, das sind sechs Zimmer, war bereits im Plan vorgesehen.

Mai 1971

Stadtrat vergibt den Auftrag für die neue Schule im Nordwesten

Neue Grundschule im Nordwesten
Stadtrat vergab den Bau für rund 3,8 Millionen DM

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Die Volksschule an der Herschelstraße im Nordwesten der Stadt, eine 18-klassige Grundschule mit Turnhalle wird von der Firma Röß, Ingolstadt, gebaut werden. Der Stadtrat beschloss die Vergabe zum Festpreis von rund 3,8 Millionen DM unter der Voraussetzung, dass die Firma Röß einer vertraglichen Vereinbarung zustimmt, die u. a. die Fertigstellung der Schule bis zum 1. Juni 1972 garantiert. Der Termin muss eingehalten werden, weil die Schule zum Schuljahresbeginn im September kommenden Jahres bezogen werden soll. Käme die Vereinbarung zwischen der Stadt und der Firma Röß nicht zustande, müsste der Stadtrat bald zu einer Sondersitzung einberufen werden, um die Vergabe des Schulbaues erneut zu erörtern und zu beschließen.

Um den Bau, der in Fertigteilen erstellt wird, hatten sich außer der Firma Röß noch vier Unternehmen beworben: zwei aus München, ein Augsburger und noch eine Ingolstädter Baufirma. Die Ausschreibung war an sieben Firmen gegangen.

In der Stadtratssitzung waren zunächst noch die Reklamation eines Mitbewerbers um den Schulhausbau zu behandeln und eine Preisdifferenz von rund 400 000 DM zu klären. Die Gesamtkosten der Schule einschließlich Grundstück, Erschließung, Einrichtung usw. werden auf knapp 6,1 Millionen DM geschätzt.

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